Kleid nähen: Puristischer Schnitt trifft trendige Ethno-Muster

Auffällige Muster verlangen nach schlichten Schnitten, damit sie gut zur Geltung kommen möchte. Wer ein Kleid nähen möchte, das mit großen oder markenten Mustern daherkommt, greift daher am besten zu puristischen Schnittmustern.

Kleid nähen

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Ideal dafür ist das Schnittmuster für eine Sommerkleid mit V-Ausschnitt von Burda (Modell 107B aus der Burda 06/2011). Ich habe schon lange überlegt, das Schnittmuster zu nähen. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob es tatsächlich gut für mich geeignet sein würde. Normalerweise wähle ich lieber taillierte Schnitte, die Silhouette schaffen. Angesichts der schwülen Hitze, die die Hitzewelle hier in Spanien mit sich gebracht hat, schien mir ein weiter, lockerer Schnitt jedoch einen Versuch wert.

Kleid Burda

Hinzu kommt, dass ich lieber reine Baumwolle oder Leinen als Jersey vernähe und es nicht immer einfach ist, hierfür geeignete Schnitte zu finden.

Schlichter Schnitt für einen heißen Sommer

Der Schnitt kommt mit einem V-Ausschnitt daher. Er hat überschnittene Schultern und ist etwa knielang. Zwei Abnäher sorgen für eine gute Passform, während die Nahttaschen Bequemlichkeit versprechen. Sein cleanes Design machen diesen Schnitt ideal für schlichte, einfarbige Stoffe. Er setzt aber auch aufregende Muster groß in Szene. Besonders günstig dabei ist, dass sowohl das Vorderteil als auch das Rückenteil im Stoffbruch genäht werden. Das aufwendige Puzzeln, damit Muster perfekt aufeinandertreffen, entfällt somit.

Auch ansonsten ist das Kleid einfach zu nähen. Es kommt ohne Reißverschluss und eingesetzte Ärmel aus. Die überschnittenen Ärmel werden ausgehend von der Nahtzugabe der Seitennaht gesäumt. Den Saum an den Ärmeln sowie an der unteren Kante habe ich per Hand mit dem Blind- bzw. Hexenstich genäht. So bleibt der cleane, schlichte Look auch an diesen Kanten perfekt erhalten.

Der Ausschnitt wird mit einem Beleg genäht. Die einzige Schwierigkeit ist hierbei, dass der V-Ausschnitt wirklich gut ausgeformt wird. Auch das gelingt jedoch einfach, wenn ihr die Nahtzugabe senkrecht zur Spitze einschneidet. Nehmt dafür am besten eine scharfe, spitze Schere. Mit ihr könnt ihr genau bis zur Naht schneiden, ohne diese dabei zu beschädigen.

Kleid nähen im Ethno-Look

Entscheidend dafür, dass ich mich endlich an diesen Schnitt gewagt habe, war aber der Stoff. Ich habe ihn bei www.stoffe.de* gefunden. Dabei war er allerdings als Deko-Stoff beschrieben. Es handelt sich um Cretonne. Der zu 100 % aus Baumwolle bestehende Stoff ist damit etwas gröber, als dies beispielsweise bei Popeline der Fall ist. Deshalb wird er in Stoffläden oft als reiner Deko-Stoff geführt. Ich habe Cretonne allerdings schon öfter für Kleidung genutzt und damit ausschließlich gute Erfahrungen gemacht.

Kleid nähen mit V-Ausschnitt
Kleid mit V-Ausschnitt

Für dieses Kleid war Cretonne perfekt, weil der Schnitt für einen Stoff mit etwas Stand ausgelegt ist. Ein fließender, leichter Stoff wäre hierfür eher ungeeignet. Meine etwas festere Baumwolle aber war hier genau richtig.

Der passende Schmuck zum Ethno-Kleid war schnell gefunden. Vor einiger Zeit habe ich mir aus Polymer-Clay (Markenname: Fimo) einen Anhänger mit Lederband gebastelt. Zum Kleid passte er nicht nur farblich, sondern auch hinsichtlich seines Stils.

Damit ist der Look perfekt abgerundet, finde ich.

Was meint ihr? Gefällt euch der Schnitt? Mögt ihr auffällige Muster oder lieber schlichte Basics?

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