Der November auf unserem Nähblog

Vier Monate lang konntet ihr jetzt schon auf meinem Nähblog verfolgen, wie wir nähen statt kaufen. Klingt nicht lang? Zwischendurch bin ich ganz schön ins Schwitzen gekommen! Denn nicht nur Herbstklamotten wollten immer noch genäht werden, sondern es steht auch Weihnachten an!

Kurz vor dem ersten Advent lief die Nadel der Nähmaschine heiß und zauberte schöne Kissen für eine gemütliche Adventsstimmung zu Hause:

Kissen mit Hotelverschluss

Und natürlich durfte auch der selbst genähte Adventskalender nicht fehlen. Zugegeben, in sehr einfacher Variante mit schlichten Säckchen, aber meine Jungs sind begeistert:

Ansonsten ging es in diesem Monat nähtechnisch eher spartanisch zu.

Nähen im Sinne der Nachhaltigkeit

Seitdem ich wirklich strikt alles selber nähe statt zu kaufen, gehen wir noch bewusster mit dem Thema Kleidung um. Wir waren schon vorher keine Massenkonsumenten, dennoch merke ich deutlich, wie viel einfacher es doch wäre, schnell mal beim Black Friday einen Stapel Hosen fürs Kind zu kaufen oder mir doch mal wieder eine neue Winterjacke zu gönnen. Gerade das finde ich aber gruselig. Es dauert so viele Stunden, die Sachen selbst zu nähen, dass man nicht einmal besonders über die Zustände in den produzierenden Ländern informiert sein muss, um sich im Klaren darüber zu werden, dass bei den Fast-Fashion-Labeln nicht mehr viel beim Produzenten und den Näherinnen ankommt. Um dagegen etwas zu tun, muss man natürlich nicht selber nähen – es reicht schon, die vorhandene Kleidung länger zu nutzen. Daher steht „Mending“ – weniger cool mit „Flicken“ zu übersetzen, bei uns gerade ganz hoch im Kurs.

Eine zweite Sache, die man tun kann, um dem Thema „neue Kleidung“ mit möglichst viel Nachhaltigkeit zu begegnen, ist das Nähen ganz nach dem Motto „aus alt mach neu“. So ist bei uns eine schicke Wendeweste aus alten Cordhosen entstanden, die auf der zweiten Seite aus einem wunderschönen, schlichten Baumwollstoff besteht. Jetzt können die Feiertag kommen!

Wendeweste für Kinder
Die Wendeweste kann von beiden Seiten getragen werden.

Mein Fazit nach vier Monaten Nähen statt Kaufen

Sei es online oder im Stoffgeschäft vor Ort, tritt man herein, wird man ständig von bezaubernden Farben und Mustern angelockt. Und das ist auch gut so, schließlich soll Nähen auch Lust darauf machen, etwas Neues auszuprobieren. Wir haben aber nach vier Monaten, in denen wir strikt nur selber nähen statt zu kaufen festgestellt, dass es ganz schnell an den Basics fehlt. Unterziehshirts, Hemdchen und Unterwäsche gehören zu den Dingen, die zumindest bei den Kleinen recht häufig ausgewechselt werden müssen, ich merke aber auch bei mir, dass es gerade die Basics sind, an denen es recht schnell fehlt. Daher habe ich im November angefangen, ein paar einfache Shirts zu nähen, die im Winter und in der Übergangszeit praktisch zum Drunterziehen sind.

Basics nähen

Dazu aber im nächsten Post mehr…

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.