Einen Quilt aus T-Shirts nähen – diese Varianten gibt es

Einen Quilt aus T-Shirts nähen ist eine wunderbare Möglichkeit, alte T-Shirts weiterzuverwenden. Gerade, wer Kinder hat, kennt das: Die Kleinen wachsen viel zu schnell aus den süßen Shirts raus. Dabei hängen an der Kleidung oft schöne Erinnerungen. Vor allem, wenn ihr die T-Shirts auch noch selbst genäht habt, geht es euch sicher wie mir und ihr könnt euch nur schwer davon trennen.

Shirt für Jungen mit Wal
Von unseren T-Shirt-Schätzen trennen wir uns nicht gern. Stoff: Stoffe Hemmers*

Meinem Sohn geht es übrigens nicht anders. Er mag sich auch nur ungern von den selbst genähten T-Shirts trennen. Daher haben wir schon vor einiger Zeit beschlossen, aus den schönsten Shirts einen T-Shirt Quilt zu nähen.

Was ist ein Quilt?

Oft bestehen Unklarheiten bei dem Begriff Quilt im Unterschied zum Patchwork. Als Patchwork wird eine Verbindung von vielen kleineren Stoffen bzw. Stoffresten zu einem größeren Ganzen bezeichnet. Beim Quilt dagegen werden schlichtweg mehrere Stoffschichten (in der Regel drei) zusammengenäht.

Patchwork Quadrate
Aus Quadraten und Streifen werden große Patchwork-Arbeiten.

Quilts sind vor allem in den USA sehr beliebt. Synonym werden Patchwork und Quilt häufig benutzt, weil bei einem Quilt eine Schicht meistens aus einem Patchwork besteht. Die typische Zusammensetzung eines Quilts ist also das Patchwork-Top, eine Zwischeneinlage und eine Unterschicht, beispielsweise aus einem einfarbigen Baumwollstoff.

Miteinander verbunden werden die Schichten klassischerweise per Hand. Viele Hobby- oder Profiquilter quilten aber auch mit der Maschine. Mit einer normalen Nähmaschine geht dies jedoch nur, wenn sich dementsprechende Einstellungen vornehmen lassen (mit meiner normalen Singer-Nähmaschine ist dies beispielsweise nicht möglich).

Die Verbindung der Stoffschichten bei einem Quilt sorgt dafür, dass die Schichten später nicht verrutschen. Das Steppen stabilisiert die drei Schichten und erhöht die Lebensdauer des Quilts. Ein Quilt ist mit so viel Aufwand verbunden, dass er schließlich möglichst ein Leben lang halten soll.

Was ist bei einem T-Shirt Quilt anders?

Die Grundbegriffe Patchwork und Quilt sind für ein T-Shirt Quilt wichtig, weil sich daraus dessen Besonderheiten ergeben. Wer loslegen und einen Quilt aus T-Shirts nähen möchte, wird dabei kläglich scheitern, wenn er nicht die Unterschiede zu einem klassischen Quilt beachtet.

Anders als Baumwollstoffe, wie sie für das Quilten normalerweise verwendet werden, ist der Stoff der alten T-Shirts ein Jerseystoff und hat damit eine viel höhere Dehnbarkeit. Daraus ergeben sich nicht nur bestimmte Anforderungen an das Nähen an sich. Es kann auch dazu führen, dass ein T-Shirt Quilt krumm und schief wird.

Daher gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit deinen ein T-Shirt Quilt gelingen kann.

Decke aus alten T-Shirts nähen – die Möglichkeiten

Ich habe selbst lange nach der für mich besten Variante gesucht und bin dabei auf einen wahren Wust an Möglichkeiten gestoßen. Daher möchte ich euch einen Überblick bieten. So könnt ihr selbst wählen, welche der Varianten für eure Decke aus T-Shirts für euch in Frage kommt.

1. Decke aus alten T-Shirts nähen – nur dehnbare Stoff verwenden

Eine einfache Möglichkeit, eine Decke aus alten T-Shirts zu nähen ist, ausschließlich dehnbare Stoffe zu verwenden und sie auch nicht zu füttern und nicht zu quilten. Das ist sicherlich die schnellste und unkomplizierteste Variante.

Ihr benötigt dafür dann nur zwei Schichten: Eine Schicht aus den alten T-Shirts und eine Rückseite.

Ihr könnt mit der Overlock die alten T-Shirts zu einem Patchwork verarbeiten, bis ihr die Vorderseite der Decke zusammenhabt. Für die Rückseite könnt ihr ebenfalls Jersey verwenden, aber auch dehnbare Fleece- oder Plüschstoffe*.

2. Einen Quilt aus T-Shirts mit Bügeleinlage nähen

Für ein zweite Variante und häufig für das T-Shirt-Quilt empfohlene Variante benötigt ihr eine Bügel- oder Gewebeeinlage. Es würde sich beispielsweise Vlieseline G 700* eignen. Mit der Bügeleinlage verstärkt ihr die T-Shirt-Stoffteile, bevor ihr sie weiter zusammennäht. Damit können sie sich beim Zusammennähen nicht mehr verziehen.

Das hat zur Folge, dass ihr sie im Grunde genauso weiterverarbeiten könnt, wie andere Stoffe beim Patchworken oder Quilten. Ihr könnt sie also auch mit nicht dehnbaren Baumwoll-Stoffen verbinden.

3. T-Shirt Quilt mit der Quilt-as-you-Go-Methode nähen

Die dritte Variante ergibt sich aus der Quilt as you Go Methode. Statt mit großen Lagen zu arbeiten, werden dabei dann die einzelnen T-Shirt-Reste zuerst mit einer Einlage und der unteren Stoffschicht (einem nicht dehnbaren Baumwollstoff) verbunden. Dies hat den Vorteil, dass man keine Bügeleinlage verwenden muss und auch kleinere Stoffstücke gut verarbeiten kann. Allerdings entsteht beim Zusammennähen und beim Fertigstellen des T-Shirt-Quilts mehr Arbeit.

Ich habe mich für meinen ersten T-Shirt Quilt trotzdem für diese Methode entschieden und zeige euch in diesem Artikel, wie ich genau vorgegangen bin, um letztlich einen kuscheligen T-Shirt-Quilt in den Händen zu halten.

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