Kirschkernkissen nähen

Kirschkernkissen sind bei Groß und Klein zu jeder Jahreszeit beliebt. Wie ihr schnell und einfach ein hübsches Kirschkernkissen nähen könnt, verrate ich euch heute auf meinem Nähblog.

Kirschkernkissen nähen

Kirschkernkissen haben immer Saison, aber vor allem im Herbst, wenn die Tage kühler werden oder im Winter sind sie besonders beliebt, denn sie speichern Wärme und geben sie langsam und gleichmäßig wieder ab. Damit sind sie für entspannte Stunden auf dem Sofa ideal, aber auch als kleiner Helfer bei Bauchweh oder Nackenverspannungen. Vor allem bei Familien sind Kirschkernkissen beliebt – und kommen sie dann auch noch in Herzform daher, spenden sie besonders viel Wohlgefühl. Kirschkernkissen könnt ihr ganz fix und einfach selber nähen. Alles, was ihr dafür braucht, ist eure Nähmaschine, passender Stoff und Kirschkerne.

Kirschkernkissen selber machen – das braucht ihr dafür:

  • Baumwollstoff
    Hier könnt ihr wunderbar eure Stoffreste verarbeiten, aber auch den Stoff von alten Hemden, Blusen oder Bettwäsche. Achtet allerdings darauf, dass der Stoff zu 100 % aus Baumwolle besteht.
  • Schere und Textilmarker oder Schneiderkreide
  • Garn
  • Nähmaschine oder Nadeln für das Nähen per Hand
  • Kirschkerne* (Menge je nach Größe und Füllmenge, für mein Kirschkernkissen in Herzform nehme ich ca. 350 bis 400 g)

Kirschkernkissen nähen Schritt für Schritt

Kirschkernkissen könnt ihr in jeder Form nähen. Am einfachsten als kleines Viereck. Zum Verschenken finde ich allerdings ein Kissen in Herzform besonders schön. Hierfür benötigt ihr zwei Stücken Stoff, die etwas größer sind als das Herz, das daraus entstehen soll. Eine Gratis-Vorlage für ein Kirschkernkissen in Herzform für eine Füllmenge von rund 400 g habe ich hier für euch erstellt:

Schneidet die Vorlage aus oder erstellt euch selbst eine Schablone mit einem halben Herz und übertragt das Schnittmuster auf den Stoff, der im Stoffbruch liegt. Das heißt, ihr legt den Stoff doppelt und die halbe Herzform so, dass die Mitte mit der Stoffkante zusammentrifft. Nun zeichnet ihr die Form mit einem Textilmarker oder Schneiderkreide nach und schneidet sie aus.

Kirschkernkissen in Herzform nähen

Hiervon braucht ihr zwei Teile, die exakt gleich groß sind. Aufgeklappt erhaltet ihr dann zwei Herzen. Bei beiden versäubert ihr die Ränder, näht also mit einem Zickzackstich außen an der Kante entlang – einmal komplett drum herum -, damit der Stoff nicht ausfranst. Am Anfang und am Ende fixiert ihr den Faden jeweils, indem ihr wenige Stiche vor und zurück näht. Dann legt ihr den Stoff rechts auf rechts, also mit den beiden schönen Seiten aufeinander.

rechte Stoffseiten aufeinander

Heftet die beiden Herzen aufeinander, entweder mit Stecknadeln oder mit Klammern. Nun könnt ihr mit dem Nähen beginnen. Am besten verwendet ihr hierfür ein farblich passendes Garn. Legt das Herz so unter den Nähfuß, dass ihr mit dem Nähen an der Spitze beginnen könnt. Lasst euch beim Nähen ruhig Zeit, damit ihr in Ruhe die Rundungen nähen könnt. Seid ihr an der Herzmitte angekommen, nutzt ihr das Handrad und dreht es so weit, bis die Nadel genau in der oberen Mitte des Herzens im Stoff steckt. Nun könnt ihr den Fuß heben und den Stoff drehen. Auf diese Weise könnt ihr Ecken exakt nähen.

Ecken nähen

Klappt nun den Nähfuß wieder runter und näht die zweite Hälfte des Herzens. ACHTUNG: Näht dabei nicht bis zur Herzspitze, sondern lasst an der Seite eine Wendeöffnung von einigen Zentimetern, durch die ihr den Stoff auf die richtige Seite wenden und das Kirschkernkissen füllen könnt. Fixiert den Faden vor und nach der Wendeöffnung gut, sodass die Naht hier beim Füllen nicht aufreißen kann. Nach dem Nähen schneidet ihr die Rundungen mehrfach quer zur Naht ein, bis dicht vor die Naht, ohne diese zu durchtrennen. So legt sich der Stoff später schön in die Rundungen. An der Herzspitze schneidet ihr die Ecke der Nahtzugabe ab, auch hier, ohne dabei die Naht zu beschädigen. Nun wendet ihr den Stoff durch die Wendeöffnung und füllt ihn mit den Kirschkernen. Achtet dabei darauf, das Kirschkernkissen nicht zu prall zu füllen. Die Kirschkerne benötigen genügend Platz, um sich gut verteilen zu können und später bequem aufliegen, ohne zu drücken. Nun könnt ihr die Wendeöffnung schließen, indem ihr die Nähte nach innen klappt und von außen absteppt.

Kirschkernkissen

Man kann die Wendeöffnung auch per Hand unsichtbar schließen, darauf verzichte ich bei Kirschkernkissen aber gern, weil ich persönlich finde, dass Nähte, die mit der Nähmaschine genäht wurden, doch mehr aushalten und ich gerade, wenn ich Kirschkernkissen für Kinder verschenke, auf Nummer sicher gehen möchte und mich die Naht auch nicht stört, wenn ich farblich passendes Garn genommen habe. Sie lässt sich aber auch super mit einem hübschen Label verstecken.

Kirschkernkissen erwärmen

Das Kirschkernkissen kann auf verschiedene Arten erwärmt werden. Entweder, man gibt es bei 140 bis 150 °C für 10 bis 15 Minuten in den Backofen oder es wird in der Mikrowelle bei maximal 580 bis 600 Watt für ein bis zwei Minuten erwärmt. Die Kirschkerne speichern die aufgenommene Wärme und geben sie gleichmäßig wieder ab, daher sind sie gut für sanfte Wärmeanwendungen geeignet.
Die Kirschkerne können nicht nur Wärme, sondern auch Kälte speichern und werden damit, im Kühlschrank abgekühlt, zum praktischen Kältekissen, mit dem sich Beulen und Entzündungen mildern lassen.

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2 Antworten

  1. Sonja sagt:

    Hallo Sabrina,
    das ist eine schöne Anleitung! Ein Kirschkernkissen könnte ich auch mal wieder nähen – ich hab auch so viele Reste hier :).
    Lieber Gruß,
    Sonja

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